BROSES VERE

Ein Dorf im Krieg

Die Premiere findet am Sonntag, 15. April 2018 um 20.00 Uhr im Gebhard-Wölfle-Saal in Bizau statt. Weitere Aufführungen am 21., 22., 28., 29. April sowie am 5. und 6. Mai 2018 jeweils 20 Uhr im Gebhard-Wölfe-Saal in Bizau.

Hier können Sie das Programmheft herunterladen.

Während des Aufführungszeitraumes ist die Ausstellung „Aushalten, durchhalten, s’Maul halten“ des Bregenzerwaldarchivs zum 1. Weltkrieg im Foyer des Gebhard-Wölfe-Saales sehen. Die Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 12. April 2018 um 19 Uhr im Gebhard-Wölfle-Saal in Bizau.

 

DIE HANDLUNG: Bizau, im Sommer 1914. Die Dorfbewohner feiern euphorisch den Kriegsbeginn. Vor allem „Brose“ Ambros Felder, der Bürgermeister von Bizau, sieht darin eine absolute Notwendigkeit und ist überzeugt davon, dass dieser Krieg schnell und unkompliziert gewonnen sein wird. Sein Sohn Vere sieht die Dinge etwas anders und steht den jüngsten Entwicklungen äußerst kritisch gegenüber. Im weiteren Verlauf merkt das gesamte Dorf sehr schnell, dass die einstige Vorstellung eines schnellen und vor allem weit entfernten Krieges der immer bitterer werdenden Wirklichkeit weichen muss. Die Amtsstube erstickt in der Kriegsbürokratie mit ihren teils absurden Notverordnungen. Die Bewohner geraten wegen Kriegsabgaben und Zwangsrekrutierungen aneinander. Spätestens als Vere an der Front in Italien seinen zukünftigen Schwager Hans vor dem sicheren Tod bewahrt, während eine unschuldige Gefangene ermordet wird, ist klar, dass es in diesem Krieg keinen Gewinner sondern nur Verlierer geben kann. Zurück in der Heimat, „verlängert“ Vere seinen Fronturlaub und zwingt seinen Vater, eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen.

DIE VERHANDLUNG: Das Stück schildert in vier eindrucksvollen Bildern die Kriegswirren eines kleinen Dorfes im Bregenzerwald. Das Stück lässt uns schonungslos und ohne verklärende Romantik teilhaben an den kleinen und großen Kämpfen, die jeder einzelne Bewohner mit sich und seinen Mitmenschen auszutragen hat, ohne auf eine kleine und sehr feine Prise Humor verzichten zu müssen. Ob auf dem Dorfplatz, in der Amtsstube, an der italienischen Front oder auf dem Vorsäß in Bizau – der Zuschauer ist immer nah an den Figuren und wird Zeuge von blindem Gehorsam, großer Verzweiflung, unverständlicher Grausamkeit und selbstzerstörerischem Pflichtbewusstsein, aber auch tiefer Liebe und heilender Hoffnung. Wie viel ist einem dieser Krieg wert? Die Dorfgemeinschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

DIE VERWANDLUNG: Der Theaterverein Bizau wird mit dieser Geschichte den vorhandenen Theaterraum neu definieren. Mit einfachen Mitteln ohne große Hilfe technischer Raffinesse wird dem Zuschauer das Dorfgeschehen im Ersten Weltkrieg klar und direkt aber mit notwendigem Fingerspitzengefühl nähergebracht. Das Spiel konzentriert sich ohne Requisitenschlacht auf die Menschen und deren Geschichten. Das Publikum ist Teil dieser Inszenierung, so wie jeder Dorfbewohner Teil eines inszenierten Krieges ist.

DIE BEGLEITAUSSTELLUNG: Parallel zu den Theateraufführungen zeigen das Bregenzerwald Archiv und die Bregenzerwälder Ortschronisten eine Abschlussausstellung zu dem gemeinsam durchgeführten Projekt „Der 1. Weltkrieg und der Bregenzerwald“. Dieser brachte nicht nur Veränderungen auf der großen weltpolitischen Ebene, sondern auch in den kleinen Gemeinden. In der Ausstellung werden die Geschichten der Soldaten erzählt und über das Leben während dieser vier Jahre im Bregenzerwald berichtet. Zu sehen ist die Ausstellung im Foyer des Gebhard-Wölfe-Saales Bizau jeweils an den Theateraufführungstagen von 16 bis 24 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wird anschließend an den Bezauer Wirtschaftsschulen und am BORG Egg gezeigt. In diesen Schulen werden in Ergänzung zur Theateraufführung und der Ausstellung auch verschiedene Schülerprojekte realisiert.